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Seit einigen Tagen stelle ich mir die Frage: Weihnachtsmann oder Christkind – Wer bringt bei uns die Geschenke? Heute, an Weihnachten, sollte ich mich entscheiden. Kurzzeitig hatte ich mich gefragt, ob ich überhaupt diese Phantasiewelt aufmache oder einfach bei der Realität bleibe. Im Kindergarten bekommt er allerdings die Geschichten von beiden Wesen mit und so knüpfe ich daheim an.
Zwei Figuren, eine große Magie
Ob Weihnachtsmann oder Christkind: Beide stehen für Vorfreude, Überraschung und ein bisschen Weihnachtszauber. Ich muss gestehen, dass ich kürzlich selbst online recherchiert habe, warum sowohl der Weihnachtsmann als auch das Christkind heimkommt. Beide Charaktere repräsentieren unterschiedliche Traditionen.
Der Weihnachtsmann mit ist mit rotem Mantel, weißem Bart und einem lauten „Ho ho ho“ vor allem aus Filmen, Büchern und der Werbung bekannt. Er reist mit seinem Schlitten um die Welt und bringt Geschenke – oft in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember.
Das Christkind ist besonders in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ist es tief verwurzelt. Es wird meist als engelsähnliches, sanftes Wesen beschrieben, das die Geschenke am Heiligabend bringt – leise und ungesehen.
Brauchen wir Weihnachtsrituale?
Ich selbst erinnere mich insofern an Weihnachten in meiner Kindheit, dass nach dem Abendessen ein heller Schein durch die Milchglasscheibe des Wohnzimmers zu sehen war. Das Christkind hat die Geschenke gebracht und geklingelt, wenn die Lichter am Baum brannten und die Geschenke darunter lagen. Das war magisch für mich.
An mehr Rituale erinnere ich mich nicht und ich weiß auch nicht mehr, wann ich nicht mehr an das Christkind geglaubt habe. Auf meinen Sohn und jetzt meine eigene kleine Familie bezogen frage ich mich, ob es Weihnachtsrituale braucht oder nicht. Für uns ist es das dritte gemeinsame Weihnachten und alle waren anders. Mal waren wir eingeladen und mal waren wir allein.
Jetzt langsam merke ich, dass er sich an vergangene Ereignisse des Jahres erinnern kann. Das ist auf der einen Seite schön und auf der anderen löst es ein Druckgefühl aus, da ich allein dafür verantwortlich bin, welche zu definieren und die Magie in unsere Wohnung zu holen. Oder aber wir finden von Jahr zu Jahr raus, was für uns beide schön ist und lassen Traditionen und Bräuche zu Weihnachten wachsen.
Ich weiß, dass er Musik und das Musizieren und Singen liebt. Das wird auf jeden Fall einen großen Teil einnehmen. Und den Rest lassen wir auf uns zukommen. Ich möchte, dass das Gefühl von Geborgenheit in seiner Erinnerung bleiben wird.
Weihnachtszeit bewusst erleben
Ich glaube, dass für uns die Adventszeit magischer war als Weihnachten selbst. Auch weil wir dort Freunde gesehen haben und die Feiertage ohne Familie verbringen. Das war einige Jahre sehr emotional für mich. Jetzt ist mein Sohn älter und er kann mitgestalten und so wird es für mich wieder schöner.
Wir haben schon Anfang Dezember den Baum geholt und mein Sohn durfte ihn allein Schmücken. Wir erfreuen uns täglich an dem Anblick.

Seine Patentante hat uns einen Adventskalender selbst gebastelt. Der Kleine springt jeden Morgen aus dem Bett und läuft als erstes dorthin in voller Freude.

Wir haben dazu ein Buch mit einer Weihnachtsgeschichte bekommen, die jeden Tag weitererzählt wird. Seine Freude zu sehen, erfüllt mich sehr. Da bekommt Weihnachten auch für mich wieder mehr Magie.
Wir haben Weihnachtsmärkte im Umland gemeinsam mit Freunden besucht. Auch das war wunderschön und verbindend. Zudem ist es im Münchner Umland sehr viel entspannter als in der Stadt. Viel weniger Menschen, Lautstärke und Trubel. Dort können wir genießen.

Geschenke-Konsum steht nicht im Mittelpunkt
Einige Freunde von uns haben uns Geschenke geschickt oder vorbeigebracht. Das rührt mich sehr, denn ohne sie hätte ich nichts zum Auspacken. Für mich steht hier der Konsum und ein Geschenkeüberfluss dennoch nicht im Mittelpunkt.
Es geht eher um den Zauber, eine Überraschung auszupacken und zu schauen, was die Freunde sich für Gedanken gemacht haben. Von mir bekommt mein Sohn lediglich eine Musikbox. Ich möchte, dass er Feste nicht mit „Geschenke bekommen“ gleichsetzt. Sondern eher mit Singen, Gemeinschaft, Zeit und Liebe.
Weihnachtsmann oder Christkind – wer bringt nun die Geschenke
Ob Weihnachtsmann oder Christkind – beide dürfen da sein. Das Schönste an Weihnachten ist nicht die Figur hinter den Geschenken, sondern das Zusammensein, die Liebe und das Licht in diesen Tagen.
Ich habe meinem Sohn die Frage weitergegeben, wer denn an Weihnachten zu uns kommt. Er sagte, das Christkind bringe die Geschenke in der Nacht. Er möchte es aber nicht sehen und auch keine Klingel hören.
Ab du zu erzählt er aber auch vom Weihnachtsmann. Allein schon in den Weihnachtsliedern ist von beiden die Rede. Vielleicht dürfen auch beide nebeneinander existieren und wir flexibel bleiben. Ich folge wie immer meinem Bauchgefühl und meiner Intuition.
Vor dem Nikolaus im Kindergarten hat er sich erschreckt und erstmal geweint. Diese Figuren lösen auch Angst in ihm aus. Er spricht heute noch davon, ob der Nikolaus im Wald bei seiner Mama wohnt oder wo er denn jetzt ist. Gar nicht so leicht, direkt Antworten auf die Fragen der Kleinen zu haben. Ich versuche dann, ehrlich und altersgerecht zu antworten, ohne die Magie abrupt zu zerstören. Es darf sich verändern – von einem fantasievollen Märchen hin zu einem bewussteren Erlebnis.
Wir machen Weihnachten zu zweit zu unserem Fest und ich hoffe, dass wir es gemütlich, harmonisch und lichtvoll erleben. Das wünsche ich allen Lesern ebenfalls. Frohe Weihnachten.



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