Blumenstrauß mit Herbstblumen

Schwanger – und alle haben ihre eigenen Gefühle dazu

Meine Schwangerschaft wurde langsam immer sichtbarer und auch immer realer. Inzwischen hatte ich es auch meiner Familie erzählt. Das war sehr schön, allerdings hatte niemand wirklich damit gerechnet. Und ich hatte das Gefühl, dass alle diese Nachricht erst ein bisschen sacken lassen mussten.

GOODBYE – Mein Abschied von Alkohol und Zigaretten

Mein Abschied von Alkohol und Zigaretten

Vor meiner Schwangerschaft gehörten Alkohol und Zigaretten ganz selbstverständlich zu meinem Leben. Das lag besonders an meiner jahrelangen Arbeit in der Gastronomie. Doch dann saß ich eines Abends in Portugal mit einem wunderschönen Spritz am Meer und stellte plötzlich fest: Er schmeckt mir überhaupt nicht mehr. Da begann mein Abschied von Alkohol und Zigaretten.

Tisch mit Milchreis in mehreren Schüsseln, Bananen, Marmelade und weiteren Frühstückszutaten in einer gemütlichen Berghütte.

Milchreis statt Prosecco Frühstück

Meine beste Freundin aus den USA kam zu Besuch. Mit ihrer kleinen Tochter Grace. Wir sind eine Freundesgruppe aus sechs Frauen und versuchen, es irgendwie hinzubekommen, dass wir uns trotz unterschiedlicher Wohnorte und Leben regelmäßig sehen. Bisher ist sie die Einzige mit Kind. Wir anderen stecken noch im Studium, machen eine Ausbildung, promovieren, studieren im Master oder sind teilweise noch ganz neu auf der Suche danach, was wir eigentlich machen wollen.

positiver Schwangerschaftstest (Urin-Schnelltest)

Der positive Schwangerschaftstest

Ich hatte absolut nicht damit gerechnet …

Eigentlich war Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt kein Thema, das gerade besonders viel Raum in meinem Leben eingenommen hätte. Ich war 29, mitten im Studium, arbeitete in der Nachtgastro und war es gewohnt, dass meine Tage und Nächte manchmal ziemlich anders liefen als bei anderen Menschen. Ausschlafen, arbeiten, feiern, lernen, Freunde treffen – alles ziemlich spontan und sehr selbstbestimmt. Und genau so mochte ich es.

Fremdbestimmung fängt früh an: Mama hält weinendes Neugeborenes auf ihrem Arm und lässt es an ihrem Zeigefinger saugen.

Fremdbestimmung und Stillstand im Mama-Alltag

Die vergangenen Wochen fühlten sich an wie erzwungener Stillstand – fremdbestimmt durch Krankheitswellen, schulfreie Tage und all die zusätzlichen Vorbereitungen rund um Advent und Weihnachten. Dann heißt es als Mama: Funktionieren und irgendwie den Alltag bewältigen. Oft hatte ich dabei das Gefühl: „Alles steht still.“

Gleichzeitig wuchs die Überforderung. Denn, während mein Alltag gefühlt auf Pause drückt, arbeitet nur eines unermüdlich weiter: meine To-do-Liste.

Kleinkind steht im Wohnzimmer zwischen verstreutem Spielzeug – typischer Alltag mit Baby und Spielchaos

5 Dinge, die ich gern gewusst hätte, bevor ich Mama wurde

Bevor ich Mama wurde, dachte ich, ich hätte eine realistische Vorstellung davon, was mich mit eigenen Kindern erwartet. Ich hatte schon oft Kinder betreut, u.a. ein Jahr als Au-pair in den USA gearbeitet und einige Freundinnen, die schon Mama waren. Doch das Leben mit eigenen Kindern sieht oft ganz anders aus – und beginnt viel früher als ich dachte.

Frau in weißem Kleid hält ihren Bauch

Vorbereitungen auf die Hausgeburt

Vor ziemlich genau sechseinhalb Jahren kam unsere Tochter Emma, gesund und munter in den eigenen vier Wänden zur Welt. Es war eine selbstbestimmte Hausgeburt. Damals war es nicht so leicht, eine Hausgeburtshebamme zu finden, dort im Augsburger Umland, wo wir damals frisch hingezogen waren, weit draußen auf dem Lande, wo Fuchs und Igel sich noch gute Nacht sagen. Bis heute gestaltet sich die Planung einer Hausgeburt, im Geborgenen, im Schutze der vertrauten Umgebung, nicht immer ohne Hürden. Vor allem in gewissen ländlichen Gegenden sind freie Hebammen teilweise weit verstreut.