Als ich den Urinbeutel neben Alinas Bett hängen sah, fühlte ich mich schlagartig um fast vier Jahre zurückversetzt. Nach ihrer Geburt lag ich mit einem Liquorleck selbst im Krankenhausbett, während meine neugeborene Tochter neben mir schlief. Nun lag ich wieder neben ihr – doch diesmal war nicht ich die Patientin, sondern sie. Und das alles wegen eines fünf Millimeter großen Nierensteins.
Die Geburt der Medizinfee
„Wenn du dein Medikament nimmst, dann kommt die Medizinfee!“ Mit diesem Satz löste meine große Tochter ein Problem, an dem wir Erwachsenen zuvor gescheitert waren: Denn Alina wollte ihr Antibiotikum nicht nehmen. Dieser spontane Einfall wurde zur Geburtsstunde der Medizinfee – und zeigte mir einmal mehr, welche Kraft Fantasie im Familienalltag haben kann.
Struwwelpeter von heute – Eingreifen oder Laufenlassen?
Zappelphilipp, Hans Guck-in-die-Luft, Struwwelpeter, Suppenkaspar – ich kenne sie alle. Der Struwwelpeter von heute begegnet mir allerdings nicht mehr nur im Buch, sondern mitten im Familienalltag.
Kinder und Karriere: Warum Vereinbarkeit im Alltag oft nicht funktioniert
Es ist der 31. März. Und ich habe diesen Monat exakt null Beiträge geschrieben.
Dabei hatte ich Pläne. Wirklich! Themenlisten, Notizen, passende Fotos und halbfertige Gedanken zwischen Wäschebergen, Spucktüten und Einschlafbegleitung. Ich sah mich schon mit einer Tasse Tee am Laptop sitzen – produktiv, wach, inspiriert.
Neurodivers, neurotypisch oder ticken wir nicht alle anders?
ADHS ist mittlerweile in aller Munde. In meiner Kindheit waren es einfach die schlimmen Jungs oder die Klassenclowns. Die, die nicht stillsitzen konnten. Die, die öfter von der Lehrerin vor die Tür geschickt wurden. Die, die statt zu basteln die Knete lieber in den Mund nahmen.
Großstadt oder Land – wo lebt es sich mit Kindern besser?
Diese Frage beschäftigt mich schon seit langem, gerade hier in München, wo Wohnraum knapp ist und viele Familien überlegen, ob Stadt oder Land mit Kindern langfristig die bessere Wahl ist.
Kindliche Entwicklung: fördern oder begleiten?
Die kindliche Entwicklung hat ihr ganz eigenes Tempo. Das habe ich besonders in den letzten acht Jahren, seit ich Mama bin, gelernt. Während ich bei meiner Erstgeborenen noch gern in Ratgebern wie „Oje, ich wachse“ blätterte, lösten diese bei mir mit dem zweiten Kind vor allem eines aus: Stress.
Ich wollte mich nicht mehr danach richten, wann mein Kind was können müsse, wann Entwicklungsschübe stattfinden oder die ersten Zähne kommen. Meine Erfahrung – und die vieler Familien in meinem Umfeld – hat mir gezeigt: Es kommt, wenn es kommt. Und: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Fremdbestimmung und Stillstand im Mama-Alltag
Die vergangenen Wochen fühlten sich an wie erzwungener Stillstand – fremdbestimmt durch Krankheitswellen, schulfreie Tage und all die zusätzlichen Vorbereitungen rund um Advent und Weihnachten. Dann heißt es als Mama: Funktionieren und irgendwie den Alltag bewältigen. Oft hatte ich dabei das Gefühl: „Alles steht still.“
Gleichzeitig wuchs die Überforderung. Denn, während mein Alltag gefühlt auf Pause drückt, arbeitet nur eines unermüdlich weiter: meine To-do-Liste.
Die Freunde unserer Kinder
Wenn die Freunde unserer Kinder zu Besuch kommen, heißt es für mich erst mal: tief Luft holen. Denn in unserer Zweizimmerwohnung ist jedes zusätzliche Kind eine kleine Belastungsprobe – für die Nachbarn, für meine Nerven und für die Ordnung, die sowieso nie lange hält.
Sind Kinder Lärmbelästigung?
Ist „Kinderlärm“ wirklich Lärm – oder nur der ganz normale Familienwahnsinn? Bum-bum-bum ertönt es dumpf von der Wohnung über uns.










