Brotzeit mit Radieschen, Hummus und Fleischpflanzerl auf der Wiesn

Die erste Wiesn ohne Alkohol

Zwei Wochen war es her, dass ich diesen positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hatte. Zwei Wochen, in denen ich eigentlich noch gar nicht richtig verstanden hatte, was da gerade passierte. Und gleichzeitig lief mein normales Leben einfach weiter. Mein Pflichtpraktikum für die Uni hatte gerade erst begonnen und ich musste morgens weiterhin aufstehen, zur Arbeit fahren und irgendwie versuchen, mich auf das zu konzentrieren, was ich dort eigentlich machen sollte. Nur dass ich jetzt bei allem im Hinterkopf hatte: Ich bin schwanger.

Und dann stand auch noch die Wiesn vor der Tür. Mit der Arbeit. Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt: Muss ich da jetzt wirklich hin?

Zwischen Laptop und Schnuller – Arbeiten im Mama-Alltag mit Kindern

Kinder und Karriere: Warum Vereinbarkeit im Alltag oft nicht funktioniert

Es ist der 31. März. Und ich habe diesen Monat exakt null Beiträge geschrieben.

Dabei hatte ich Pläne. Wirklich! Themenlisten, Notizen, passende Fotos und halbfertige Gedanken zwischen Wäschebergen, Spucktüten und Einschlafbegleitung. Ich sah mich schon mit einer Tasse Tee am Laptop sitzen – produktiv, wach, inspiriert.

Drei Menschen arbeiten in einer Werbeagentur

Zurück zur Arbeit und die Frage nach dem Mutterschutz

Nach den erholsamen Feiertagen und der großen Verkündung kehrte ich in meinen Arbeitsalltag zurück. Ich arbeite nach wie vor in der Kreativbranche, die mich oft fordert, aber auch erfüllt. Meine Kollegen haben es mittlerweile bemerkt – die ein oder andere fragt schon vorsichtig, wann ich denn in den Mutterschutz gehen werde.

Eine Frau liegt auf dem Sofa und scheint zu schlafen. Sie trägt T-Shirt und Jeans. In Ihren Armen und auf ein Kissen gebettet schläft ein Baby.

Und plötzlich bin ich nur noch Mama!

Paul ist jetzt 6 Monate alt, und ich bin immer noch erstaunt, wie sehr sich mein eigenes Leben durch ihn geändert hat. Ich arbeite nicht mehr, bin nur mit ihm Zuhause und überwiegend mit Stillen, Füttern, Wickeln und solchen Sachen beschäftigt. Immerhin habe ich das Stillcafé und noch eine Pekip-Gruppe, aber da geht es natürlich hauptsächlich um die Babys – ich selbst bin überall nur noch „die Mama von …“!

Teil 2: mehr von Arbeitsfeiern, After Work und dem Gläschen Sekt

Jetzt mal im Ernst, warum muss ich mich eigentlich dafür rechtfertigen, dass ich am Arbeitsplatz um 10 Uhr morgens kein Rauschmittel konsumieren möchte? Egal in was für Mengen, wenn ich danach noch sieben Stunden hoch konzentriert und penibel genau mikroskopisch kleine Volumina pipettieren muss?

Mein Traum vom Trinken

Ich wünschte, ich könnte sagen, dass Alkohol in meiner Schwangerschaft keine Rolle gespielt hat. Dass ich keinen großartigen Gedanken verloren habe an Alkohol in diesen neun Monaten. Auch wenn ich nichts getrunken habe, nachdem ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt: Der Alkohol war immer präsent. Seine Abwesenheit war immer präsent, in Form von Alkoholalbträumen.