Mein erster Frauenarzttermin stand an. Ich war mittlerweile in der 8. Schwangerschaftswoche und nach den letzten Wochen, in denen ich eigentlich nur diesen positiven Test und meine eigenen Gedanken dazu hatte, war ich ziemlich nervös.
Die erste Wiesn ohne Alkohol
Zwei Wochen war es her, dass ich diesen positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hatte. Zwei Wochen, in denen ich eigentlich noch gar nicht richtig verstanden hatte, was da gerade passierte. Und gleichzeitig lief mein normales Leben einfach weiter. Mein Pflichtpraktikum für die Uni hatte gerade erst begonnen und ich musste morgens weiterhin aufstehen, zur Arbeit fahren und irgendwie versuchen, mich auf das zu konzentrieren, was ich dort eigentlich machen sollte. Nur dass ich jetzt bei allem im Hinterkopf hatte: Ich bin schwanger.
Und dann stand auch noch die Wiesn vor der Tür. Mit der Arbeit. Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt: Muss ich da jetzt wirklich hin?
Kinder und Karriere: Warum Vereinbarkeit im Alltag oft nicht funktioniert
Es ist der 31. März. Und ich habe diesen Monat exakt null Beiträge geschrieben.
Dabei hatte ich Pläne. Wirklich! Themenlisten, Notizen, passende Fotos und halbfertige Gedanken zwischen Wäschebergen, Spucktüten und Einschlafbegleitung. Ich sah mich schon mit einer Tasse Tee am Laptop sitzen – produktiv, wach, inspiriert.
Zurück zur Arbeit und die Frage nach dem Mutterschutz
Nach den erholsamen Feiertagen und der großen Verkündung kehrte ich in meinen Arbeitsalltag zurück. Ich arbeite nach wie vor in der Kreativbranche, die mich oft fordert, aber auch erfüllt. Meine Kollegen haben es mittlerweile bemerkt – die ein oder andere fragt schon vorsichtig, wann ich denn in den Mutterschutz gehen werde.
Der Beginn meines „Dry December“
Dry January wieder verpasst
Nachdem ich den „Dry January“ dieses Jahr verpasst habe und meinen Erfahrungen im Wirtshaus und dem ständigen Fragen warum ich keinen Alkohol trinke (sic!) habe ich mich entschlossen, einen „Dry December“, meinen “trockenen Dezember” zu starten.
Und plötzlich bin ich nur noch Mama!
Paul ist jetzt 6 Monate alt, und ich bin immer noch erstaunt, wie sehr sich mein eigenes Leben durch ihn geändert hat. Ich arbeite nicht mehr, bin nur mit ihm Zuhause und überwiegend mit Stillen, Füttern, Wickeln und solchen Sachen beschäftigt. Immerhin habe ich das Stillcafé und noch eine Pekip-Gruppe, aber da geht es natürlich hauptsächlich um die Babys – ich selbst bin überall nur noch „die Mama von …“!
Teil 2: mehr von Arbeitsfeiern, After Work und dem Gläschen Sekt
Jetzt mal im Ernst, warum muss ich mich eigentlich dafür rechtfertigen, dass ich am Arbeitsplatz um 10 Uhr morgens kein Rauschmittel konsumieren möchte? Egal in was für Mengen, wenn ich danach noch sieben Stunden hoch konzentriert und penibel genau mikroskopisch kleine Volumina pipettieren muss?
Teil 1: Von Arbeitsfeiern, After Work und dem Gläschen Sekt
Der Fragen-Klassiker, wenn es um Alkohol, Job und Schwangerschaft geht: Was macht man auf der Weihnachtsfeier, beim Osterbrunch, beim Sommerfest, wenn man seine Schwangerschaft noch nicht verkündet hat.
Mein Traum vom Trinken
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass Alkohol in meiner Schwangerschaft keine Rolle gespielt hat. Dass ich keinen großartigen Gedanken verloren habe an Alkohol in diesen neun Monaten. Auch wenn ich nichts getrunken habe, nachdem ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt: Der Alkohol war immer präsent. Seine Abwesenheit war immer präsent, in Form von Alkoholalbträumen.










