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Ich möchte von meiner Teilnahme an einem Forschungsprojekt namens „Kreativität in der Schwangerschaft“ berichten, an dem ich im Sommer teilgenommen hatte. Es war für mich eine wunderbare Reise zwischen Musik, Forschung und Verbundenheit.
Als ich zu Beginn meiner Schwangerschaft von einem Forschungsprojekt namens „Kreativität in der Schwangerschaft“ hörte, war ich sofort neugierig. Ich saß damals bei der Frauenärztin im Wartebereich, mein Baby war gerade mal so groß wie eine Blaubeere und ich war noch ganz überwältigt von meiner neuen Lebensrealität des schwanger seins.
Da lag ein Flyer im Wartezimmer der Praxis für Gynäkologie. Ich hatte keine Vorstellungen worum es gehen könnte und doch fühlte ich mich sogleich von dem Flyer und dem Aufruf zur Teilnahme angesprochen.
Kreativität spielte immer eine wichtige Rolle in meinem Leben und die Idee, dass sie auch während der Schwangerschaft eine besondere Bedeutung haben könnte, faszinierte mich. Heute, rückblickend, bin ich unglaublich dankbar, Teil dieses außergewöhnlichen Projekts gewesen zu sein – einer Mischung aus künstlerischem Erleben, wissenschaftlicher Neugier und sehr viel persönlicher Nähe.
Ein Klangraum für Körper und Seele
Über mehrere Monate hinweg war die Philharmonie Berlin für mich ein toller Ort der Begegnung. Regelmäßig nahm ich an Konzerten und Workshops teil – wir sangen, bewegten uns zu Musik und ließen Klänge auf uns wirken. Die Atmosphäre in der Philharmonie war jedes Mal besonders: Warm, klar, durchdrungen von Schwingungen, die man nicht nur hörte, sondern im ganzen Körper fühlte. Wir wussten, dass da kleine heranwachsende Wesen in uns und in den Frauen neben uns waren und das gab der gemeinsamen Erfahrung eine ganz andere Tiefe.
Ich liebte besonders die Momente des gemeinsamen Singens und freien Bewegens. Es ging nie darum, gut darin zu sein, sondern einfach vollkommen da zu sein – präsent, mit Körper, Stimme, Gefühlen. Wir durften alles sein, alles von uns zeigen, während ein wissenschaftliches Team uns mit viel Herzlichkeit und Motivation zur Seite stand. Hand und Hand tanzten wir im Workshop mit einer erfahrenen Tänzerin und Choreografin als Leitung. Mit einer Gesangstrainerin, die uns vermittelte, dass Freude am Singen die Schwangerschaft und kommende Kindheit sehr bereichert sangen wir altbekannte und neue Lieder. Wir waren singende Mamas, die spielerisch und verspielt einen Klangraum für Körper und Seele kreierten.
Ich denke, wir brauchen gerade in der Schwangerschaft, wo wir so empfindsam und offen sind, diese Orte in denen wir ganz wir selbst sein können und gegenseitig Kraft und Licht spenden.
Das Ziel des Projektes
Immerzu während des Forschungsprojektes „Kreativität in der Schwangerschaft“ hatte ich das Gefühl, dass mein Baby all das mit mir erlebt. Oft bewegte es sich im Bauch, wenn wir sangen oder bestimmte Gefühle, beim Hören der Konzerte, in mir entstanden. Es fühlte sich an, als würden wir die Musik gemeinsam erkunden.
Das Forschungsprojekt hatte nämlich nicht nur die Schwangeren im Blick, sondern auch im Besonderen ihre ungeborenen Kinder. Die Initiatorinnen wollten herausfinden, ob Musik und gemeinschaftliche kreative Erlebnisse messbare Vorteile für das Wohlbefinden der Mutter, aber auch für die frühkindliche Entwicklung mit sich bringen.
Um das wissenschaftlich zu begleiten, wurde bei uns Teilnehmerinnen regelmäßig das Stress-Level anhand von Speichelproben gemessen. Einmal vor den Konzerten und einmal danach gaben wir diese ab. Die Idee dahinter war zu erfassen, ob und wie stark die erlebte Musik das Stresshormon Cortisol beeinflusst. Die Frage war ob Kreativität in der Schwangerschaft somit möglicherweise sowohl Mutter als auch Kind schützt und stärkt.
Drei Monate nach der Geburt wurde mein Kind dann im Rahmen des Projekts auf seine frühe Sprach- und Hörentwicklung getestet. Für mich war es ein wunderschöner Gedanke, dass all die musikalischen Erlebnisse in der Schwangerschaft vielleicht schon Spuren gelegt haben – kleine innere Muster des Erlebens von Tönen, die sich jetzt weiter entfalten.
Außerdem war es rührend zu sehen mit wieviel Begeisterungen, die Leiterinnen des Forschungsprojektes bei ihrer Arbeit an Frauen und Kinder weltweit dachten. Immer wieder erwähnten sie Mütter in Kriegsgebieten oder an von Naturkatastrophen betroffenen Orten. Es war uns allen bewusst, dass nicht jeder Frau in der Schwangerschaft dieselben Möglichkeiten wie uns zur Verfügung stehen und das erhöhte unser Gefühl von Dankbarkeit. Dementsprechend gab es bei dem Forschungsprojekt auch Frauen, die nicht vor Ort dabei waren, sondern zu Hause online die Musik und die Inhalte der Workshops übermittelt bekamen um zu belegen, dass auch dies einen großen Mehrwert hat.
Gefühle von Verbundenheit
Musik macht so viel mit einem, wenn einem der Raum geschenkt wie sich ganz darauf einzulassen. Während der Schwangerschaft wird der eigene Körper zu etwas völlig Neuem, manchmal Fremdem, manchmal überwältigend Schönem. Die Workshops in der Philharmonie halfen mir, ihn bewusster zu erleben: zu atmen, zu entspannen, mich zu zentrieren. Ich fühlte mich danach fast immer leichter – innerlich ruhiger, emotional klarer.
Ich merkte mit der Zeit, dass die Musik nicht nur gut tat, sondern mir half, mich intensiver mit meinem Baby zu verbinden. Manchmal saß ich im Konzert einfach nur da, lauschte und hatte das Gefühl, wir atmen im gleichen Takt. Nicht nur einmal hatte ich in der Zeit tränen in den Augen.
Mir hat das Forschungsprojekt in der Schwangerschaft echte, spürbare Momente des Loslassen geschenkt. Ich konnte inmitten der anderen Frauen Entspannung, Freude und Inspiration erfahren und Achtsamkeit praktizieren. Dass wir uns dabei alle in dem gleichen Lebensabschnitt befanden, brachte ein starkes Gefühl des Zusammengehörigkeit.
In einer Phase in der sich fast täglich etwas verändert, hat mir diese Gemeinschaft eine tolle Regelmäßigkeit und Fokussierung und Präsenz gebracht. Ich durfte mich immer wieder ganz auf mich, mein Baby und darauf was das beste für uns ist, einlassen. Gerade wenn die Gedanken immer wieder in der Zukunft sind, man sich fragt wie alles wird, Ängsten und Wünschen nachhängt, tut das Bewusste ankommen so gut.
In dieser Gemeinschaft zu sein in der man andere Schwangere treffen konnte und gemeinsam ähnliches zu erleben, war unglaublich wohltuend. Wir fühlten uns alle intensiv mit unserem Baby und miteinander verbunden. Wenn wir die Hände auf unsere Babybäuche legten, während die Musiker für uns spielten sahen wir, dass die Frauen links und rechts von uns das Selbe taten.
Die innige Verbindung zu unseren Babys mit musikalischer Untermalung, Bewegung, Klang und Rhythmus war etwas ganz besonderes. Dieses Gefühl, ein Teil von etwas Wertvollen zu sein, ein Körper, der neues Leben wachsen lässt und zugleich Bereicherung für die Forschung, die hoffentlich zukünftigen Schwangeren zu Gute kommt.

Gemeinschaft und Herzlichkeit
„Kreativität in der Schwangerschaft“ war für mich ein liebevoller Raum, in dem ich wachsen durfte – zusammen mit meinem Kind. Ich habe gelernt, wie kraftvoll Musik und Gemeinschaft in dieser sensiblen Lebensphase sind. Nun bin ich überzeugt, dass sie bereits Spuren in mir als Mutter und meinem Kind hinterlassen haben. Wir sind alle eine große Familie und es braucht ein Dorf um ein Kind großzuziehen. Jeder sollte Halt an kulturellen Orten wie diesem erfahren dürfen .
Hinterher waren wir alle gemeinsam nochmals in die Philharmonie zu einem Abschlusskonzert eingeladen . All die Mamas mit ihren kleinen Babys auf den Armen, mit Partnern und Geschwisterkindern zu sehen, war sehr bewegend.
Ich wünsche mir sehr, dass dieses Projekt fortgeführt wird und auch ähnliche neu entstehen. Für all die werdenden Mütter, die erleben können, dass sich hinter ihrer Kreativität in der Schwangerschaft großes Potential verbirgt. Singen, Tanzen und Musik hören in einer Gruppe vertieft nicht nur das Erleben der Schwangerschaft, sondern senkt nachweislich das Stressniveau. Das ist messbar, wissenschaftlich erforscht und gleichzeitig tief fühlbar.
Es ist wertvoll, wenn sich um Schwangere, Frauen, Kinder, Familien und Babys in einer Gesellschaft gekümmert wird. Ich jedenfalls, habe in diesen Monaten des Forschungsprojektes verstanden, dass Freude an Musik als Gemeinschaft weit mehr ist als ein schönes Erlebnis. Die Freude am Zusammensein, die dabei entsteht, ist die Basis eines erfüllten Lebens.



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