Fremdbestimmung fängt früh an: Mama hält weinendes Neugeborenes auf ihrem Arm und lässt es an ihrem Zeigefinger saugen.

Fremdbestimmung und Stillstand im Mama-Alltag

Die vergangenen Wochen fühlten sich an wie erzwungener Stillstand – fremdbestimmt durch Krankheitswellen, schulfreie Tage und all die zusätzlichen Vorbereitungen rund um Advent und Weihnachten. Dann heißt es als Mama: Funktionieren und irgendwie den Alltag bewältigen. Oft hatte ich dabei das Gefühl: „Alles steht still.“

Gleichzeitig wuchs die Überforderung. Denn, während mein Alltag gefühlt auf Pause drückt, arbeitet nur eines unermüdlich weiter: meine To-do-Liste.

Kind schläft quer im Bett – typische Einschlafposition nach einem langen Tag

Schlaf, Kindlein, schlaf … oder auch nicht

„Mama, ich kann nicht schlafen.“ In ihrem weißen Nachthemd steht meine älteste Tochter plötzlich wie ein Gespenst im Wohnzimmer. Meistens genau dann, wenn ich gerade den ersten Bissen vom (noch warmen) Abendessen nehmen will, etwas erledigen möchte oder versuche, einfach mal kurz durchzuatmen. Feierabend mit Kindern? Gibt’s nicht.

Kleinkind steht im Wohnzimmer zwischen verstreutem Spielzeug – typischer Alltag mit Baby und Spielchaos

5 Dinge, die ich gern gewusst hätte, bevor ich Mama wurde

Bevor ich Mama wurde, dachte ich, ich hätte eine realistische Vorstellung davon, was mich mit eigenen Kindern erwartet. Ich hatte schon oft Kinder betreut, u.a. ein Jahr als Au-pair in den USA gearbeitet und einige Freundinnen, die schon Mama waren. Doch das Leben mit eigenen Kindern sieht oft ganz anders aus – und beginnt viel früher als ich dachte.

Mama und Baby sitzen zusammen am Laptop, man sieht die Hände der beiden und einen Anschnitt des Babykopfes mit Schnuller

Care-Arbeit, Mental Load und das Gefühl, nie fertig zu sein

„Hast du schon die Kundenkarte abgegeben?“, rufe ich meinem Freund hastig zu, während er an der Kasse im Baumarkt seine Kreditkarte zückt. Gleichzeitig beobachte ich unsere Töchter, die in den kleinen Kinderautos vor den vollgepackten Einkaufswägen sitzen. Hoffentlich machen sie keinen Unfug. „Wenn es die Frauen nicht gäbe …“, sagt die Kassiererin – halb im Scherz, halb im Ernst – und grinst mir zu. Ich lächle vielsagend zurück. Denn was wie ein beiläufiger Kommentar klingt, trifft den Nerv unserer Zeit. Und ganz besonders meinen: Care-Arbeit und Mental Load liegen immer noch vor allem bei uns Mamas.

Mutter, Vater und Kind Hand in Hand auf einem Feldweg

Eltern sein, Paar bleiben

Eltern sein und ein Paar bleiben ist nicht immer leicht – vor allem nicht, wenn wegen mangelnder Kinderbetreuung kaum Zeit und Raum für einen selbst oder gar als Paar bleibt. Eine angespannte Stimmung und Streitereien sind da vorprogrammiert. Immer wieder stellte ich mir in den letzten Jahren die Frage: Was ist dann besser für die Kinder – Trennung oder an der Beziehung festhalten und daran arbeiten?