Diese Frage beschäftigt mich schon seit langem, gerade hier in München, wo Wohnraum knapp ist und viele Familien überlegen, ob Stadt oder Land mit Kindern langfristig die bessere Wahl ist.
Kindliche Entwicklung: fördern oder begleiten?
Die kindliche Entwicklung hat ihr ganz eigenes Tempo. Das habe ich besonders in den letzten acht Jahren, seit ich Mama bin, gelernt. Während ich bei meiner Erstgeborenen noch gern in Ratgebern wie „Oje, ich wachse“ blätterte, lösten diese bei mir mit dem zweiten Kind vor allem eines aus: Stress.
Ich wollte mich nicht mehr danach richten, wann mein Kind was können müsse, wann Entwicklungsschübe stattfinden oder die ersten Zähne kommen. Meine Erfahrung – und die vieler Familien in meinem Umfeld – hat mir gezeigt: Es kommt, wenn es kommt. Und: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Fremdbestimmung und Stillstand im Mama-Alltag
Die vergangenen Wochen fühlten sich an wie erzwungener Stillstand – fremdbestimmt durch Krankheitswellen, schulfreie Tage und all die zusätzlichen Vorbereitungen rund um Advent und Weihnachten. Dann heißt es als Mama: Funktionieren und irgendwie den Alltag bewältigen. Oft hatte ich dabei das Gefühl: „Alles steht still.“
Gleichzeitig wuchs die Überforderung. Denn, während mein Alltag gefühlt auf Pause drückt, arbeitet nur eines unermüdlich weiter: meine To-do-Liste.
Die Freunde unserer Kinder
Wenn die Freunde unserer Kinder zu Besuch kommen, heißt es für mich erst mal: tief Luft holen. Denn in unserer Zweizimmerwohnung ist jedes zusätzliche Kind eine kleine Belastungsprobe – für die Nachbarn, für meine Nerven und für die Ordnung, die sowieso nie lange hält.
Sind Kinder Lärmbelästigung?
Ist „Kinderlärm“ wirklich Lärm – oder nur der ganz normale Familienwahnsinn? Bum-bum-bum ertönt es dumpf von der Wohnung über uns.
Unsere Hochzeit mit Kindern
Meine Hochzeit hatte ich mir ehrlich gesagt immer anders vorgestellt – ohne eigene Kinder. Doch als wir uns verlobten, war ich schon 36 und mein Kinderwunsch groß. Schwanger heiraten kam für mich jedoch nicht infrage:
Schlaf, Kindlein, schlaf … oder auch nicht
„Mama, ich kann nicht schlafen.“ In ihrem weißen Nachthemd steht meine älteste Tochter plötzlich wie ein Gespenst im Wohnzimmer. Meistens genau dann, wenn ich gerade den ersten Bissen vom (noch warmen) Abendessen nehmen will, etwas erledigen möchte oder versuche, einfach mal kurz durchzuatmen. Feierabend mit Kindern? Gibt’s nicht.
Elternzeit anders: Unser erster Urlaub ohne Kinder
Vier Tage Roadtrip ohne Kinder. Nur mein Freund und ich. Unser erster Urlaub ohne Kinder fühlte sich an wie eine kleine Zeitreise zurück zu den Anfängen unserer Beziehung. Dringend nötig, befreiend – aber auch ungewohnt, plötzlich wieder nur zu zweit unterwegs zu sein.
5 Dinge, die ich gern gewusst hätte, bevor ich Mama wurde
Bevor ich Mama wurde, dachte ich, ich hätte eine realistische Vorstellung davon, was mich mit eigenen Kindern erwartet. Ich hatte schon oft Kinder betreut, u.a. ein Jahr als Au-pair in den USA gearbeitet und einige Freundinnen, die schon Mama waren. Doch das Leben mit eigenen Kindern sieht oft ganz anders aus – und beginnt viel früher als ich dachte.
Care-Arbeit, Mental Load und das Gefühl, nie fertig zu sein
„Hast du schon die Kundenkarte abgegeben?“, rufe ich meinem Freund hastig zu, während er an der Kasse im Baumarkt seine Kreditkarte zückt. Gleichzeitig beobachte ich unsere Töchter, die in den kleinen Kinderautos vor den vollgepackten Einkaufswägen sitzen. Hoffentlich machen sie keinen Unfug. „Wenn es die Frauen nicht gäbe …“, sagt die Kassiererin – halb im Scherz, halb im Ernst – und grinst mir zu. Ich lächle vielsagend zurück. Denn was wie ein beiläufiger Kommentar klingt, trifft den Nerv unserer Zeit. Und ganz besonders meinen: Care-Arbeit und Mental Load liegen immer noch vor allem bei uns Mamas.










