Zwischen Laptop und Schnuller – Arbeiten im Mama-Alltag mit Kindern

Kinder und Karriere: Warum Vereinbarkeit im Alltag oft nicht funktioniert

Es ist der 31. März. Und ich habe diesen Monat exakt null Beiträge geschrieben.

Dabei hatte ich Pläne. Wirklich! Themenlisten, Notizen, passende Fotos und halbfertige Gedanken zwischen Wäschebergen, Spucktüten und Einschlafbegleitung. Ich sah mich schon mit einer Tasse Tee am Laptop sitzen – produktiv, wach, inspiriert.

Kind fährt mit Laufrad im Park – ein Moment kindlicher Entwicklung im eigenen Tempo

Kindliche Entwicklung: fördern oder begleiten?

Die kindliche Entwicklung hat ihr ganz eigenes Tempo. Das habe ich besonders in den letzten acht Jahren, seit ich Mama bin, gelernt. Während ich bei meiner Erstgeborenen noch gern in Ratgebern wie „Oje, ich wachse“ blätterte, lösten diese bei mir mit dem zweiten Kind vor allem eines aus: Stress.

Ich wollte mich nicht mehr danach richten, wann mein Kind was können müsse, wann Entwicklungsschübe stattfinden oder die ersten Zähne kommen. Meine Erfahrung – und die vieler Familien in meinem Umfeld – hat mir gezeigt: Es kommt, wenn es kommt. Und: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Fremdbestimmung fängt früh an: Mama hält weinendes Neugeborenes auf ihrem Arm und lässt es an ihrem Zeigefinger saugen.

Fremdbestimmung und Stillstand im Mama-Alltag

Die vergangenen Wochen fühlten sich an wie erzwungener Stillstand – fremdbestimmt durch Krankheitswellen, schulfreie Tage und all die zusätzlichen Vorbereitungen rund um Advent und Weihnachten. Dann heißt es als Mama: Funktionieren und irgendwie den Alltag bewältigen. Oft hatte ich dabei das Gefühl: „Alles steht still.“

Gleichzeitig wuchs die Überforderung. Denn, während mein Alltag gefühlt auf Pause drückt, arbeitet nur eines unermüdlich weiter: meine To-do-Liste.

Kind schläft quer im Bett – typische Einschlafposition nach einem langen Tag

Schlaf, Kindlein, schlaf … oder auch nicht

„Mama, ich kann nicht schlafen.“ In ihrem weißen Nachthemd steht meine älteste Tochter plötzlich wie ein Gespenst im Wohnzimmer. Meistens genau dann, wenn ich gerade den ersten Bissen vom (noch warmen) Abendessen nehmen will, etwas erledigen möchte oder versuche, einfach mal kurz durchzuatmen. Feierabend mit Kindern? Gibt’s nicht.