Also ich kann ja absolut nicht tanzen, habe nie einen Tanzkurs gemacht und kann keinen einzigen vorführtauglichen „Tanzmove“. Aber was ich kann; intuitive Bewegung und mich ganz und gar auf Musik einlassen. Ohne viel Nachdenken, ohne dass ich dabei etwas können oder es gut aussehen muss, bin ich sehr begeisterungsfähig wenn es um Melodien und Beats geht. Ganz und gar bei mir, in meinem Körper und in dem Moment sein; das möchte ich an mein Baby weitervermitteln.
Tanzen mit Bauchgefühl
„Das war ja laut gestern.”
„Ja, stimmt, wir mussten dort auch auf dem Heimweg lang fahren. Da ist ja richtig was los gewesen.”,
hören wir ein Gespräch, als wir den Raum am zweiten Tag des Vorbereitungskurses für die Geburt betreten. Für uns war das Teil eines ganz besonderen Erlebnisses – Tanzen in der Schwangerschaft.
Flamenco! Olé!

Ich kann mich noch ziemlich genau daran erinnern, als ich zum ersten Mal gespürt habe, wie sich mein Baby bewegt hat. Anfangs waren es kleine Bewegungen die sich anfühlten, als hätte ich einen Bienenstock im Bauch. Doch mit der Zeit wurden die Bewegungen immer definierter und mittlerweile fühlt es sich oft an, als hätte mein kleiner Mitbewohner eigentlich spanische Wurzeln und übt daher jetzt schon fleißig den Flamenco. Besonders erstaunt es mich, dass mein Mäuschen schon jetzt durch Bewegungen sehr deutlich machen kann, was ihm gefällt und was nicht.


