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Mein erster intimer Kontakt fand erst 3 Jahre nach der Geburt meines Sohnes statt – an einem Vormittag in der Sauna. Er geschah mit einer Ex-Affäre, die bereits 7 Jahren vergangen war. Ungeplant und unerwartet, während mein Sohn im Kindergarten war.
Nach der Geburt war alles anders
Nach der Geburt meines Kindes war ich erstmal nur eins: Mama. Intime Momente mit Männern kamen mir nicht in den Sinn.
Mein Körper hatte sich verändert. Mein Alltag hatte sich verändert. Und auch mein Bedürfnis nach Nähe hatte sich verändert. Mein Sohn verlangte alles von mir ab. Ich war alleine verantwortlich, müde und emotional voll bei ihm. Jede freie Minute nutzte ich für Schlaf.
Während andere irgendwann wieder anfangen zu daten, war das für mich sehr weit weg. Dating als alleinerziehende Mama findet nicht statt. Das hat mehrere Gründe. Der Hauptgrund ist, dass ich gar nicht um ein Date gebeten werde.
Früher habe ich laufend neue Männer kennengelernt und so ergaben sich automatisch auch intimere Kontakte.
Heute gehe ich abends nicht aus, da ich bei meinem Sohn daheim bin. Wenn ich tagsüber mit ihm unterwegs bin, liegt mein Fokus nicht bei Männern. Männer wiederum sprechen mich nicht an, da sie größtenteils automatisch davon ausgehen, dass ich einen Mann daheim habe. Bei Vätern wiederum gehe ich davon aus, dass sie eine Frau daheim haben. Ohnehin ist ein Flirt auf dem Spielplatz völlig absurd wenn ich darüber nachdenke.
Wer bin ich als Frau?
Das bin ich heute. Ich bin 41 Jahre alt. Die Falten erzählen Geschichten und die Haare werden grau. Mein Körper ist nach der Schwangerschaft und Geburt nicht mehr der gleiche.

Doch wer bin ich jetzt als Frau? Ich habe das Gefühl, nur noch Mama zu sein. Keine eigenen Projekte oder Hobbies. Mein Leben dreht sich um meinen Sohn herum. Ich plane unseren Alltag, kümmere mich um den Haushalt, sichere unsere Existenz, versuche transgenerationale Traumata möglichst nicht weiterzugeben, gleichzeitig zu heilen und mehr Kapazität ist nicht da.
Ich weiß gar nicht mehr, was ich gerne mache. Das alte Leben ohne Kind ist vorbei und mit ihm gefühlt auch alle damaligen Aktivitäten. Ich selbst habe meine eigene Identität fernab des Mama-Daseins noch nicht gefunden. Bin ich da überhaupt interessant für Männer? Ich denke, sich selbst zu mögen, ist überhaupt die Grundvoraussetzung, dass auch andere mich mögen und meine Ausstrahlung anziehend wirkt. Doch mag ich mich gerade? Möchte ich jetzt Intimität mit Männern?

Tief in mir ist der Wunsch nach Abenteuer und nach Wildheit. Doch die Erschöpfung ist groß. Wie komme ich wieder zu einem lebendigeren Leben?
Mein Sohn ist kommende Woche 2 Nächte auf einem Bauernhof mit seinem Kindergarten. Auf der einen Seite freue ich mich über diesen Freiraum, denn es sind die ersten Nächte seit seiner Geburt vor 4 Jahren. Einfach nur ich. Alles ist wieder möglich. Ohne die Verantwortung für einen kleinen Menschen. Die Zeit ist wertvoll. Auf der anderen Seite weiß ich gar nicht wohin mit mir. Mit wem möchte ich die Zeit verbringen? Wen gibt es da noch in meinem Leben, um abends auszugehen? Wohin möchte ich gehen? Es ist fast überfordernd, weil es so lange her ist und ich gefühlt so viel machen mag. Ich möchte eine lange Wanderung machen. In meinem Tempo und ohne auf die Zeit zu schauen. Ich möchte auf ein Konzert und ich möchte in Bars sein. Leichtigkeit spüren.
Mein erster intimer Kontakt – erst 3 Jahre nach der Geburt
Intime Kontakte waren in meiner Vorstellung sehr weit entfernt. Umso überraschter war ich, als er dann da war. Mein erster intimer Kontakt 3 Jahre nach der Geburt.
An einem Mittwoch Vormittag fuhr ich spontan mit einer Ex-Affäre in die Sauna. Wir treffen uns gelegentlich gemeinsam mit den Kindern und von meiner Seite besteht keine Anziehung mehr zu ihm. Er lud mich auf den Eintritt ein und gab sich Mühe, mir eine gute Zeit zu bescheren. In der Sauna massierte er meinen Rücken. Dann kam der Moment, in dem die anderen Menschen die Sauna verließen und wir allein waren. Irgendwann entstand ein Moment von körperlicher Nähe, den ich einfach geschehen ließ. Danach sprang ich in das kalte Außenbecken und hatte ein Lächeln auf den Lippen.
In diesem Moment spürte ich mich wieder selbst.
Nicht nur als Mama.
Sondern als Frau.
Ein befreiendes und leichtes Gefühl durchströmte mich. Diese alte Form der Lebendigkeit fand Einzug in diesen neuen Lebensabschnitt.
Mein erster Sex nach der Geburt folgte kurzerhand
In München ist es für mich nicht möglich, abends außerhalb der Wohnung in Gesellschaft zu sein und Begegnungen bzw. Annäherungen einfach geschehen zu lassen und zu schauen, was passiert. Somit braucht es Orte, an dem mein Sohn schlafen kann und ich gleichzeitig in Gesellschaft sein kann.
Auf einem Berghütten-Wochenende forderte der Kellner mich nach seinem Feierabend zu Kartenspiel auf. Wir spielten einige Runden und erzählten uns aus unserem Leben. Dann war es 22.00 Uhr und die allgemeine Hütten-Nachtruhe begann. Alle gingen auf ihre Zimmer. Nur wir 2 blieben in der Gaststube. Ein wenig unerlaubt und aufregend. Irgendwann machte er das Licht aus und küsste mich.
Der erste Sex nach der Geburt meines Sohnes mit dem 26-jährigen Kellner war aufregend. Dieser Abend hat nichts in meinem Leben verändert – und gleichzeitig sehr viel. Er hat mich daran erinnert, dass dieser Teil in mir noch existiert. Die Frau in mir. Die Lebendigkeit. Die Sehnsucht nach Nähe und Abenteuer.
Vielleicht beginnt genau dort der Weg zurück zu mir selbst.



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