Ich vermisse meine beste Freundin

Aktuell vermisse ich enge Freunde, die das Leben begleiten. Regelmäßige Begegnungen und ein ehrliches, tiefergehendes Interesse aneinander. Gegenseitiges Zuhören und Unterstützen. Besonders seitdem ich Mama bin, haben sich Freundschaften verändert und sind komplett geendet. Am meisten schmerzt der Verlust von Natalie. Ich vermisse meine beste Freundin, die sie 20 Jahre lang für mich war.

Kind fährt mit Laufrad im Park – ein Moment kindlicher Entwicklung im eigenen Tempo

Kindliche Entwicklung: fördern oder begleiten?

Die kindliche Entwicklung hat ihr ganz eigenes Tempo. Das habe ich besonders in den letzten acht Jahren, seit ich Mama bin, gelernt. Während ich bei meiner Erstgeborenen noch gern in Ratgebern wie „Oje, ich wachse“ blätterte, lösten diese bei mir mit dem zweiten Kind vor allem eines aus: Stress.

Ich wollte mich nicht mehr danach richten, wann mein Kind was können müsse, wann Entwicklungsschübe stattfinden oder die ersten Zähne kommen. Meine Erfahrung – und die vieler Familien in meinem Umfeld – hat mir gezeigt: Es kommt, wenn es kommt. Und: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Weihnachtsmann oder Christkind – wer bringt die Geschenke?

Seit einigen Tagen stelle ich mir die Frage: Weihnachtsmann oder Christkind – Wer bringt bei uns die Geschenke? Heute, an Weihnachten, sollte ich mich entscheiden. Kurzzeitig hatte ich mich gefragt, ob ich überhaupt diese Phantasiewelt aufmache oder einfach bei der Realität bleibe. Im Kindergarten bekommt er allerdings die Geschichten von beiden Wesen mit und so knüpfe ich daheim an.

Fremdbestimmung fängt früh an: Mama hält weinendes Neugeborenes auf ihrem Arm und lässt es an ihrem Zeigefinger saugen.

Fremdbestimmung und Stillstand im Mama-Alltag

Die vergangenen Wochen fühlten sich an wie erzwungener Stillstand – fremdbestimmt durch Krankheitswellen, schulfreie Tage und all die zusätzlichen Vorbereitungen rund um Advent und Weihnachten. Dann heißt es als Mama: Funktionieren und irgendwie den Alltag bewältigen. Oft hatte ich dabei das Gefühl: „Alles steht still.“

Gleichzeitig wuchs die Überforderung. Denn, während mein Alltag gefühlt auf Pause drückt, arbeitet nur eines unermüdlich weiter: meine To-do-Liste.

Pillen und offene Pillendose auf blauem Hintergrund

Diagnose neurodivergent

Kürzlich sitze ich in der Familienberatung, zu der ich regelmäßig gehe. Ich spreche dort über meine Herausforderungen in der Mutterschaft, mit meinem neuen „Ich“ und auch mit meinem Sohn. Plötzlich höre ich über meinen Sohn die Diagnose neurodivergent. Vielmehr ist es aktuell eine Vermutung, der ich nachgehen darf und die in mir gemischte Emotionen auslöst.