Tisch mit Milchreis in mehreren Schüsseln, Bananen, Marmelade und weiteren Frühstückszutaten in einer gemütlichen Berghütte.

Milchreis statt Prosecco Frühstück

Meine beste Freundin aus den USA kam zu Besuch. Mit ihrer kleinen Tochter Grace. Wir sind eine Freundesgruppe aus sechs Frauen und versuchen, es irgendwie hinzubekommen, dass wir uns trotz unterschiedlicher Wohnorte und Leben regelmäßig sehen. Bisher ist sie die Einzige mit Kind. Wir anderen stecken noch im Studium, machen eine Ausbildung, promovieren, studieren im Master oder sind teilweise noch ganz neu auf der Suche danach, was wir eigentlich machen wollen.

Brotzeit mit Radieschen, Hummus und Fleischpflanzerl auf der Wiesn

Die erste Wiesn ohne Alkohol

Zwei Wochen war es her, dass ich diesen positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hatte. Zwei Wochen, in denen ich eigentlich noch gar nicht richtig verstanden hatte, was da gerade passierte. Und gleichzeitig lief mein normales Leben einfach weiter. Mein Pflichtpraktikum für die Uni hatte gerade erst begonnen und ich musste morgens weiterhin aufstehen, zur Arbeit fahren und irgendwie versuchen, mich auf das zu konzentrieren, was ich dort eigentlich machen sollte. Nur dass ich jetzt bei allem im Hinterkopf hatte: Ich bin schwanger.

Und dann stand auch noch die Wiesn vor der Tür. Mit der Arbeit. Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt: Muss ich da jetzt wirklich hin?

positiver Schwangerschaftstest (Urin-Schnelltest)

Der positive Schwangerschaftstest

Ich hatte absolut nicht damit gerechnet …

Eigentlich war Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt kein Thema, das gerade besonders viel Raum in meinem Leben eingenommen hätte. Ich war 29, mitten im Studium, arbeitete in der Nachtgastro und war es gewohnt, dass meine Tage und Nächte manchmal ziemlich anders liefen als bei anderen Menschen. Ausschlafen, arbeiten, feiern, lernen, Freunde treffen – alles ziemlich spontan und sehr selbstbestimmt. Und genau so mochte ich es.