
Jetzt bin ich in der 27. Woche und es geht mir recht gut. Stundenlanges aufrecht sitzen wird irgendwann anstregend für den Rücken, dann muss ich irgendwann die Beine hochlegen. Wenn ich zuviel gegessen hab, fühlt sich mein Bauch an, als würde er explodieren und ich falle sofort ins Fresskoma. Das würde ich aber alles noch nicht als „Beschwerden“ werten und ist auch noch gut vermeidbar. Andere kleine Zipperlein, die von Anfang an da waren, wie Kurzatmigkeit und Erschöpfungszustände nehme ich auch als nicht dramatisch wahr. Insgesamt ist es so, dass alles gut läuft, wenn ich öfter mal eine kleine Pause mache und nicht alles so schnell wie immer haben will. Seitdem ich mich von dem Gedanken verabschiedet habe, mein gewohntes Tempo zu halten, klappt das ziemlich gut.





Wenn ich das Haus verlasse und Menschen mit auf der Straße sehen, haben die Angst vor mir. Ich bin nicht dick, nicht rund, nicht kugelrund. Ich bin Bauch. Einfach nur noch Bauch. Und: Es gibt nur noch einen Ort, an dem ich mich einigermaßen gern aufhalte. Doch der ist allein nicht zu erreichen…

Ich bin allein ziemlich aufgeschmissen. Mittlerweile ist es mir kaum möglich, die Wohnung allein zu verlassen. Vom Bett aufstehen – extrem beschwerlich, vom Sofa aufstehen – puh, Schuhe anziehen – nur, wenn sie mir Chris schon auf die Schuhbank gestellt hat. Mehr als 200 Meter am Stück laufen ist nicht mehr zu schaffen. Und gestern hab ich sogar ein Taxi für 500 Meter genommen.