
So – ich wollte ja erzählen, wie ich rausgefunden habe, dass ich schwanger bin. Alles ging zwei Tage vor Weihnachten letzen Jahres los. Als ich gerade nach 6 Monaten durcharbeiten in meinen echt verdienten Urlaub starten wollte, wurde ich ins Zimmer vom Geschäftsführer gerufen. Dann kam die Hammer-Ansage nach drei Jahren in der Firma: wir müssen dich leider aus betrieblichen Gründen kündigen.


Ich bin allein ziemlich aufgeschmissen. Mittlerweile ist es mir kaum möglich, die Wohnung allein zu verlassen. Vom Bett aufstehen – extrem beschwerlich, vom Sofa aufstehen – puh, Schuhe anziehen – nur, wenn sie mir Chris schon auf die Schuhbank gestellt hat. Mehr als 200 Meter am Stück laufen ist nicht mehr zu schaffen. Und gestern hab ich sogar ein Taxi für 500 Meter genommen.

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Zum Glück müssen wir uns noch nicht jetzt entscheiden, aber so langsam sollten wir uns ernsthaft darüber Gedanken machen. Wir hatten wieder einen Termin im Krankenhaus und wurden von der Chefärztin beraten. Vielleicht habt ihr es mitbekommen – ein Mädchen liegt in Beckenendlage und wird sich mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr drehen…
Ich bin jetzt in der 33. Woche. Während draußen der Frühling regiert, liege ich auch dem Sofa und bin froh, wenn ich mich einigermaßen umdrehen kann. Ich lese ein paar Babybücher, shoppe Second-Hand-Babykleidung im Internet und gucke bei Netflix was nicht niet- und nagelfest ist. Ab und an kommen Freunde vorbei und wir gehen 100 Meter ins Café. Längere Strecken sind äußerst beschwerlich. Mittlerweile ist für die Zwillinge so gut wie alles fertig. Das Kinderzimmer ist in Planung und wir haben den Durchgang ziemlich elegant geschlossen finde ich.

Seit zwei Wochen gehe ich nicht mehr ohne meinen neuen besten Freund aus dem Haus. Er ist schön weich, anschmiegsam und ich nehme in wirklich überall mit hin. Ein Leben ohne ihn könnte ich mir derzeit nicht vorstellen…