
Davon, dass sich die eigene Körperlichkeit komplett verändert, wenn man schwanger ist, hat man zuvor eine ungefähre Ahnung und zumindest ich dachte mir immer ‚So schlimm wird’s schon nicht sein.‘ Aber es war irgendwie so wie mit der Morgenübelkeit – ein wahrer Mythos. Das Bäuchlein wächst langsam und man sieht in den Gesichtern von Leuten auf der Straße, oder in denen von Bekannten, die noch nichts von unserem Glück wissen, deutlich die Frage: ‚Hat die sichs die letzten Wochen schmecken lassen, oder ist die schwanger?‘ stehen.



In meinen erweiterten Bekanntenkreis gibt es durchaus Zwillinge, aber richtig miterlebt habe ich diese Schwangerschaften nicht. Mir war ehrlich gesagt nicht klar, wie viel höher die Gefahr auf Komplikationen ist. Jetzt weiß ich es. Trichterbildung und ein geöffneter Muttermund wurden meiner Frauenärztin nun doch zu viel und sie ließ mich kurzerhand ins Krankenhaus einliefern.
Einen wirklich guten Einstand hatte ich beim Geburtsvorbereitungskurs nicht. Schon beim zweiten Mal musste ich wegen der Symphsenlockerung absagen. Und das ausgerechnet als der interessante Teil dran war: natürliche Geburt und Kaiserschnitt. Na ja, so richtig viel lerne ich da eh nicht. Trotzdem fühle ich mich wohl unter Gleichgesinnten zu sein, wobei ich immer das Gefühl hab, anders zu sein.

Letzte Woche hat es mir echt den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich packte ein paar Sachen, weil ich übers Wochenende in meine Heimat nach Norddeutschland reisen wollte, als plötzlich ein unfassbarer Schmerz auftrat. Ich konnte es erst gar nicht lokalisieren. Es war so schmerzhaft, dass ich kein Schritt mehr vor der anderen setzen konnte. Am gleichen Tag war ich bei meiner Frauenärztin. Es ist ein winziger Muskeln, der für die Schmerzen und die Unbeweglichkeit verantwortlich ist und jetzt erstmal alles verändert.