
Wenn man das Internet durchsucht, findet man tausende von Videos in denen Frauen ihren Männer auf schöne und manchmal auch witzige Weise die frohe Nachricht der Schwangerschaft überbringen. Da gibt es welche die Luftballons in Babyform mit Helium füllen, in Kisten stecken, die dann von ihren Partner geöffnet werden und die Ballons so herausfliegen. Ich hab auch schon ein Video gesehen in dem eine Frau ihren Mann mit verbundenen Augen Babybrei essen hat lassen, um ihm von ihrer Schwangerschaft zu erzählen.
Ja, und dann gibt es eben mich.

Jetzt muss ich mich doch noch kurz vorm Urlaub melden: Es geht endlich los, dass ich die beiden spüre. Sehr deutlich spüre! Zum ersten Mal hat eines der beiden Mädchen richtig Radau gemacht. Es wird immer realer, dass wir Eltern werden. Schade nur, dass ich dieses Ereignis gerade mit keinem teilen kann…

Puh, das war echt eine blöde Situation: Wir hatten diese Woche unsere Firmen-Weihnachtsfeier und ich musste ganz schön tricksen. Bei uns arbeiten 80 % Mädels und die haben echt feine Antennen. Wenn man da nicht mittrinkt, wird dir sofort eine Schwangerschaft unterstellt. Ich bin aber erst in der neunten Woche. Zu früh also, um darüber zu sprechen. Aber ich hatte eine echt gute Idee, wie ich aus der Nummer rauskam.
Nachdem ich in den letzten Wochen wahnsinnig oft beim Arzt war, ist gerade eine Ruhephase. Ich fühle mich mittlerweile so richtig schwanger. Mir ist insbesondere morgens übel und ich musste mich gestern und heute auch in der Früh übergeben… Außerdem bin ich total geruchsempfindlich. Ich kann unseren Müll nicht mehr riechen, mir graut es richtig davor, etwas in den Eimer zu werfen. Geschweige denn den Müll runterzubringen. Das muss jetzt Chris täglich tun.
Wenn mir früher über Geburt und Babys erzählt wurde, fand ich eine Sache sehr erschreckend: Das Baby ist da, man wird im Krankenhaus umsorgt und gepflegt, ständig ist jemand da, der Fragen beantwortet oder hilft und dann muss man nach Hause. Alleine. Ohne Hebamme und Krankenhauspersonal. Der blanke Horror! Doch jetzt befinde ich mich in derselben Situation und kann es gar nicht erwarten.

